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Trackpoint oder Touchpad (Trackpad)?

geschrieben am 07.06.2010 von Redaktion

Ähnlich wie in den meisten heute über Elektrodiscounter verkauften Notebooks ein spiegelndes Display sitzt, hat der Käufer dort auch keine Wahl bei den Eingabemöglichkeiten. Denn nahezu alle an Endkunden verkaufte Notebooks besitzen ein Touchpad. Dabei handelt es sich um ein mehr oder weniger großes Feld, das vor der Tastatur angebracht ist und über das der Nutzer mit dem Finger streicht, um den Mauszeiger zu steuern. Zusätzlich angebrachte Tasten dienen zur Erzeugung von Mausklicks, wobei sich ein Touchpad meist auch so einstellen lässt, dass ein leichtes Tippen auf das Touchpad einen Mausklick auslöst.

Einige Business-Notebooks haben aber anstelle eines Touchpad einen Trackpoint. Ein Trackpoint ist ein kleiner Stift, der zwischen den Tasten “G”, “H” und “B” sitzt. Drückt der Nutzer diesen Stift in eine Richtung, bewegt sich der Mauszeiger entsprechend. Bekannt sind vor allem die roten Knubbel der Lenovo Thinkpad-Notebooks, die früher von IBM produziert wurden; aber auch Dell und Toshiba rüsten manche Notebooks mit einem Trackpoint aus.

Viele Nutzer scheinen, zumindest anfangs, besser mit einem Touchpad zurechtzukommen. Allerdings schwören insbesondere Thinkpad-Fans auf ihren Trackpoint und loben die präzise Steuerung, die ein Trackpoint nach der nötigen Eingewöhnungsphase ermöglicht. Ein Vorteil des Trackpoints ist, dass er sich benutzen lässt, ohne die Hände von der Schreibstellung auf der Tastatur zu nehmen. Im Gegenzug aber bieten moderne Touchpads sogenannte Multitouch-Gesten. Hier werden mehrere Finger auf dem Touchpad bewegt, um Sonderfunktionen auszuführen. So führt das gleichzeitige Bewegen zweier Fingerspitzen ein Scrolling in die entsprechende Richtung aus; drei Fingerspitzen nach links oder rechts bedeutet “Blättern” und kann im Browser benutzt werden, den “Zurück”-Button zu ersetzen. Derartige Sonderfunktionen sind natürlich mit einem Trackpoint prinzipbedingt nicht möglich. Lediglich das Scrollen des aktiven Fensters ist überlicherweise möglich. Dazu muss die mittlere Trackpoint-Taste gedrückt werden; eine Aktion, die sich leicht mit dem Daumen ausführen lässt, während der Zeigefinger den Trackpoint bedient.

Eine 2005 an der RWTH Aachen durchgeführte Studie zeigte, dass Anfänger ein Touchpad weitaus leichter und schneller bedienen konnten als einen Trackpoint. Vergleicht man allerdings den Umgang von Experten mit ihrem jeweiligen Lieblingsgerät, verschwanden in den meisten Tests die Unterschiede: Ein geübter Trackpoint-Nutzer ist nahezu genau so schnell wie ein geübter Touchpad-Dompteur. Allerdings machten im Point-Drag-Drop-Test die Trackpoint-Nutzer weitaus mehr Fehler; lediglich beim Klicken (ohne weitere Aktionen) waren die Trackpoint-Nutzer zielsicherer. Leider wurde diese Studie auf Toshiba-Geräten durchgeführt, deren Trackpoints der Einschätzung vieler Nutzer zufolge schlechter sind als in den Thinkpads.

Nicht vergessen sollte man dabei, dass in den meisten Fällen das beste Eingabegerät eine am Notebook angeschlossene USB- oder Bluetooth-Maus ist. Deshalb sollte ein Vergleich zwischen Touchpad und Trackpoint besonders die mobile Nutzung berücksichtigen. Hier hat der Trackpoint den großen Vorteil, gegen Bewegungen des Notebooks unempfindlicher zu sein als das Touchpad. Im Zug etwa ist der Trackpoint deshalb klar im Vorteil. Ansonsten gilt auch hier wieder, wie bei allen ergonomischen Fragestellungen, eines: Ausprobieren – oder Sie kaufen ein Notebook, das beides – Trackpoint und Touchpad – integriert hat.

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